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Konzept Atelier

Das Atelier wird im Schuljahr 2016/2017 wöchentlich am Montagnachmittag von 13:15-15:15 Uhr an der Schule Rottenschwil durchgeführt. Es wird als ergänzende Massnahme zum Regelunterricht betrachtet. In ihm können Projekte eigenständig realisiert werden. Momentan besuchen 8 Kinder von der 2. bis zur 6. Primarklasse aus vier verschiedenen Gemeinden das Atelier. Das Atelier wird von den Schulen Arni und Rottenschwil und vom Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargaus (Kantonales Gruppenangebot) getragen.

Der Atelierraum

Der Atelierraum ist gross, hell und wurde mit geeigneten Arbeitsplätzen sowie anregenden Materialien ausgestattet. Gruppentische, Computerbank, Leseecke sowie Werkbank gehören unter anderem zur Ausstattung. Sachbücher, Bastelmaterialien, Knobelspiele, technische Materialien, u.v.m. stehen den Kindern zur Verfügung. Laufend sind wir daran, den Atelierraum zu einem reichhaltigen Ressourcenraum weiter auszugestalten.

Eigenständige Projekte

Im Atelier haben die Lernenden als Ziel, echte Typ III-Aktivitäten zu realisieren. Nach Renzulli & Reis (vgl. Renzulli & Reis[1], 2001, S. 113f) sind echte Typ III–Aktivitäten eigenständige, lebensnahe und komplexe Projekte, welche mit längerem Engagement zu erreichen sind. In ihnen wird eine Fragestellung, ein Problem untersucht, welches die Schüler beschäftigt und interessiert. Die erarbeiteten Informationen stellen die Lernenden in einem Produkt dar, welches sie einem realen Publikum beispielsweise der eigenen Schulklasse vorstellen. Durch die eigenständigen Projekte sollen die Lernenden zu hohem Leistungsverhalten angeregt werden.

Selbstgesteuertes Lernen

Die Lehrperson nimmt bei diesem Setting eine begleitende Rolle ein. Sie unterstützt berät und begleitet die Lernenden. Auch fördert sie das selbstgesteuerte Lernen, indem die Schüler lernen, komplexe Projekte in Teilschritten zu planen, das eigene Lernen zu überwachen und auszuwerten. „Selbstreguliertes Lernen lässt sich als ein zielorientierter Prozess des aktiven und konstruktiven Wissenserwerbs beschreiben, der auf dem reflektierten und gesteuerten Zusammenspiel kognitiver, metakognitiver und motivationaler Ressourcen einer Person beruht“

(Buholzer[2], 2006, S. 163 nach Baumert et al. 2002). 

 

Die Schüler führen ein Lerntagebuch. In diesem planen sie ihr Arbeiten, dokumentieren erworbenes Wissen, denken über das eigene Arbeitsverhalten nach und beurteilen die Qualität ihrer Arbeit.

Anmeldung

Kinder mit guten Leistungen in mehreren Fächern oder mit einer ausgewiesenen hohen Begabung, mit hohem Interesse, Motivation und Engagement können sich mit Hilfe einer Interessenmeldung für das Atelier anmelden. Zusammen mit der Klassenlehrerin, der Schulischen Heilpädagogin, der Atelierleitung und dem Schulleiter der Schule Rottenschwil wird diese Interessenmeldung besprochen. Eine Interessenmeldung kann vom Kind, von den Eltern oder der Lehrperson aus über die Klassenlehrperson zu jeder Zeit gemacht werden. Ist eine Aufnahme angezeigt, so muss sich das Kind für das Atelier mit Hilfe eines Portfolios bewerben. In diesem sollen seine Interessen und Fähigkeiten zur Geltung kommen, auch soll es begründen, weshalb es ins Atelier gehen möchte, kreative Umsetzungen sind erlaubt. Die Aufnahme ins Atelier ist für mindestens ein Semester.

Hier geht es zu den Anmeldeinformationen und Anmeldeformularen.

Kontaktperson

Gerne steht Ihnen die Atelierleiterin Frau Lilian Waltenspühl für Fragen und Anliegen zur Verfügung.



[1] Renzulli, J. S., Reis, S. M. (2001). Das Schulische Enrichment Modell SEM. Begabungsförderung ohne Elitebildung. 1. Auflage 2001. Aarau: Sauerländer Verlag

[2] Buholzer, A. (2006). Förderdiagnostisches Sehen, Denken und Handeln. Grundlagen, Erfassungsmodell und Hilfsmittel. 2., überarbeitete Auflage. Luzern: Comenius Verlag